5 Schritte die du befolgen solltest, wenn du zu einem Profi im Smalltalk werden willst 

thumbnail

5 Schritte die du befolgen solltest, wenn du zu einem Profi im Smalltalk werden willst

Nicht jeder Introvertierten hat Probleme damit, auf fremde Menschen zuzugehen. Tatsächlich ist die Annahme „introvertiert = schüchtern und sozial inkompetent“ ein weit verbreitetes Vorurteil, das es uns oft schwer macht, zu unserer Introvertiertheit zu stehen. Trotzdem ist es ein Fakt, dass wir meistens lieber eine tief gehende Diskussion über mögliche Arten, wie sich die Menschheit selber vernichten wird (Oder andere Themen von Interesse) führen würden, als über Job, Sport oder das Wetter zu plaudern. Das hat den Nebeneffekt, dass wir beispielsweise auf Partys lieber bei den Leuten bleiben, die wir schon lange genug kennen, um solche Diskussionen zu führen, statt neue kennen zu lernen. 

Doch manchmal gibt es Situationen, in denen man um diese unangenehmen ersten Schritte des Kennenlernens nicht herum kommt. Wenn du jemand bist, dem das schwer fällt – sei es auf Partys oder Arbeits-Events – sind hier 5 Tipps für dich:

1) Glaube an deinen eigenen Wert

Keine guten Gespräche ohne Selbstbewusstsein! Zumindest ist es mit wesentlich einfacher. Denn wenn du dich selbst für uninteressant hälst, empfindet das dein Gegenüber meistens auch so – und wer will sich mit jemandem langweiligen unterhalten? Klar, Selbstbewusstsein aufbauen funktioniert nicht über Nacht. Aber hier führt die altbekannte „fake it till you make it“- Regel meistens relativ schnell zu Erfolg: Tue einfach so, als würdest du dich selbst für unglaublich toll und interessant halten und nach einiger Zeit beginnst du selber daran zu glauben. Um jetzt nicht eingebildet rüber zu kommen, am besten für jeden ein ehrliches Lächeln übrig haben! So wirst du mehr und mehr als interessante und sympathische Persönlichkeit wahrgenommen, mit der man sich tatsächlich auch unterhalten möchte. Der erste Schritt in die richtige Richtung ist damit getan. (Und wie immer gilt auch hier: Übung macht den Meister)  

2) Kenne dein Terrain

Wir Introvertierte tun uns meistens leichter, mit nur einer Person zu reden als in einer Gruppe gute Konversation zu machen. Das muss aber nicht für alle gelten, es ist deshalb wichtig, deine individuellen Stärken und Vorlieben zu kennen. Denn wenn du dich in einer Situation unwohl fühlst, fällt es dir schwerer locker und charmant zu sein. Dieser Tipp ist vor allem dann hilfreich, wenn du die Parameter deines Gespräches selber bestimmen kannst […]

3) Finde heraus, was den Gegenüber begeistert

Wenn du dich schwer damit tust ein Gespräch aufrecht zu erhalten, dann lasse deinen Gegenüber doch das Reden übernehmen. Klingt einfacher als es getan ist? Vielleicht. Denn natürlich führt es zu keiner interessanten Konversation, wenn dein Gesprächspartner mühsam versuchen muss peinliche Stille zu füllen und du nichts dazu beiträgst. Das ist für keinen von euch angenehm. Aber die meisten Menschen reden gerne über die Dinge, die sie begeistern und wenn du herausfindest, was diese Dinge sind, ergibt sich ein Gespräch meist von ganz alleine. Das heißt also wenn du interessiert bist, aufmerksam zuhörst und die richtigen Fragen stellst, kannst du dich mit fast jedem angeregt unterhalten. Doch wie zu diesem Punkt kommen? Dafür existiert leider kein allgemeingültiges Rezept (denn jeder Mensch ist anders), aber trotzdem gibt es einige Anhaltspunkte, an denen du dich orientieren kannst. Nach Hobbys zu fragen ist beispielsweise ein guter Anfang. Oder danach, was der Gegenüber gerade auf Netflix guckt und ob er Empfehlungen hat. Manchmal gibt auch die Situation Hinweise auf Interessen (Auf Festivals oder im Fitnessstudio zum Beispiel ist relativ leicht anzunehmen, dass zumindest ein peripheres Interesse an Musik oder Sport besteht). Wenn es dir also gelingt das richtige Thema anzuschneiden, bist du eigentlich schon mitten drin in einem interessanten Gespräch, für das du selbst kaum mehr etwas tun musst, denn meistens reden Menschen von allein, wenn sie das Thema begeistert.

4) Sei ein aufmerksamer Zuhörer

Der vorhergehende Tipp trifft natürlich mal wieder nicht auf ausnahmslos alle Menschen zu, aber du kannst mit ihm schon sehr weit kommen. Noch weiter kommst du allerdings, wenn du hier angekommen das Gespräch noch weiter am laufen hälst, indem du zuhörst und Fragen stellst. Denn auch über eine Leidenschaft lässt sich meistens nicht länger als 5 Minuten monologisieren. Wenn du allerdings an passenden Stellen weiterführende Fragen stellst („Oh, und wie bist du dazu gekommen?“, „ Was genau bedeutet das?“, „Was gefällt dir daran?“ etc.) sieht das schon ganz anders aus. Es signalisiert deinem Gegenüber außerdem echtes Interesse, was dich im Gegenzug als einen tollen Gesprächspartner dastehen lässt. Wenn dir gerade keine relevante Frage einfällt, ist es nie schlecht ab und zu zu nicken oder deine Aufmerksamkeit verbal kenntlich zu machen. Um den gleichen Effekt zu erzielen und dem Erzählenden Interesse zu signalisieren, kannst du einen relevanten Teil seiner Erzählung aufgreifen und wiederholen. („Wirklich, auf Bali?“, „Oh, Wasserskifahren!“, „Wow, eine echte Schildkröte?“) Auch hier beweist du Aufmerksamkeit und echtes Interesse an der Story, was den Anderen dazu motiviert weiter zu erzählen.

Dieser Tipp klingt jetzt eventuell so, als müsste dich eigentlich gar nicht interessieren, was dein Gegenüber so von sich gibt, um ein Gespräch mit ihm zu führen. Das mag der Wahrheit entsprechen, doch meistens merken es Menschen, wenn ihnen Interesse nur vorgetäuscht wird. Die erwähnten Taktiken sollen nur dabei helfen, wie du tatsächlich vorhandenes Interesse ausdrücken und ein Gespräch am laufen halten kannst. Und falls du dir jetzt denkst: „Oh, blöd, die meisten Menschen interessieren mich aber gar nicht.“, dann gib deinen Gesprächspartnern eine zweite Chance und versuche, etwas spannendes zu finden. Die meisten Leute haben etwas interessantes an sich. Und wenn du dich ehrlich interessierst, fällt dir auch eine gute Unterhaltung viel leichter.

5) Lasse dich zurückweisen

Dieser finale Tipp ist keiner für konkrete Situationen, sondern mehr eine langfristige Übung, durch die es dir leichter und leichter fallen wird, mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Zuerst solltest du darüber nachdenken, was genau dich davon zurück hält auf Menschen zu zugehen. Hast du Angst davor, lächerlich zu wirken? Oder langweilig? Vielleicht weißt du einfach nicht, was du sagen könntest? Mach dir diese Barriere bewusst und versuche aktiv Situationen zu provozieren, in denen du auf sie stößt. Nein, das ist kein Scherz. Denn je mehr du dich in Situationen begibst, die dich einschüchtern, desto mehr verlierst du die Angst vor ihnen. Wenn du keine Gespräche anfängst, weil du deinen Gegenüber nicht langweilen willst, versuche drei fremde Leute anzusprechen mit dem Ziel, ein langweiliges Gespräch zu führen. Denn so ist das Gespräch in jedem Fall ein Erfolg, ob es tatsächlich langweilig oder vielleicht sogar unerwartet spannend wird. Und wenn du an Fremden „übst“, gibt es keinerlei Risiko für diese Konversationen. Ja, du könntest zurückgewiesen und komisch angeguckt werden, aber du siehst diese Person wahrscheinlich sowieso nie wieder, also warum sich Gedanken machen? Konfrontiere deine Ängst und langsam wirst du realisieren, dass sie nicht halb so schlimm sind, wie du anfänglich dachtest. Und je länger du dieses Experiment weiter führst, desto mehr wird sich nicht nur deine Einstellung zu Gesprächen verändern, sondern auch die Art wie du sie führst. Denn Übung macht schließlich den Meister! Du wirst lernen, welche Gesprächstaktiken funktionieren und welche nicht. Aber am allerwichtigsten: Du wirst lernen, dass nicht alle Menschen gleich sind und dass eine Zurückweisung a) nicht das Ende der Welt ist und b) nicht an dir persönlich, sondern meistens an den Präferenzen des Gegenübers liegt. 

Lasse dich nicht von lauteren Menschen einschüchtern. Ja, es wirkt auf den ersten Blick überzeugend, wenn jemand seine Meinung selbstbewusst äußert, (Es ist sogar nachgewiesen, dass selbstbewusstes und „lautes“ Auftreten jemanden kompetenter erscheinen lässt) aber eigentlich hat die Art wie eine Aussage 

 

Photo by Alena Shekhovtcova from Pexels

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Back To Top