8 entscheidende Stärken von Introvertierten 

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8 entscheidende Stärken von Introvertierten 

Jeder Introvertierte hat diesen Moment erlebt, in dem er sich gewünscht hat, ein paar mehr extrovertiertere Eigenschaften zu haben. Kein Wunder, es kann einem manchmal durchaus so vorkommen, als wären genau diese Eigenschaften erstrebenswert und Introversion eher ein Hindernis, das überwunden werden muss um erfolgreich oder beliebt zu sein. Doch auch wenn du dich manchmal so fühlst, als wärst du irgendwie fehl am Platz: Keine Angst. Nur weil wir nicht extrovertiert sind, heißt das nicht, dass uns etwas fehlt. Introvertierte gehen anders mit Situationen um und das ist oft extrem hilfreich.

1. Durchdachte Entscheidungen treffen

Introvertierte und Extrovertierte Menschen sind einfach anders verkabelt, das ist ein wissenschaftlicher Fakt. (Link zu Artikel Unterschiede Introversion Extroversion) Unsere Belohnungssyteme arbeiten unterschiedlich, was einige interessante Folgen hat, auch im Bezug auf unsere Entscheidungsfindung: Generell neigen extrovertierte Menschen durch die Suche nach Erlebnissen, die eine Dopamin-Ausschüttung nach sich ziehen, eher zu Risikobereitschaft und Spontanität. 

Im Gegensatz dazu sind Introvertierte oft bedachter in ihren Entscheidungen und denken länger über mögliche Folgen nach. Ja, das heißt auch, dass wir manchmal Sachen zu sehr durchdenken und uns viel zu viele Gedanken über kleine Dinge machen. Aber wenn ein Introvertierter mal zu einem Standpunkt gekommen ist, kann man sich sicher sein, dass es keine impulsive Entscheidung war. Wir präsentieren unsere Ideen nur dann, wenn wir von ihrer Qualität überzeugt sind. Denn wir sprechen ungern, wenn wir vorher keine Zeit hatten darüber nachzudenken – Es lohnt sich also ganz besonders, hinzuhören!

2. Zuhören 

Apropos hinhören: Wenn du etwas auf dem Herzen hast, bist du bei deinen introvertierten Freunden gut aufgehoben. Denn natürlich können auch extrovertierte Menschen zuhören, doch wir Introvertierte nehmen diese Aufgabe besonders ernst. Wenn man sich selbst viel mit dem eigenen Innenleben auseinandersetzt, interessiert einen auch das anderer Menschen mehr. Außerdem haben die meisten Introvertierten ein Auge für Details und eine natürliche Beobachtungsgabe, die dabei helfen, Andere wirklich zu verstehen.

3. Einfühlungsvermögen

Diese Detailverliebtheit bedingt auch Punkt Nummer drei, das Einfühlungsvermögen. Introvertierte tendieren dazu, emphatischer zu sein und sich besser in ihren Gegenüber hineinversetzen zu können.

4. Kreativität

Ja, im Durchschnitt sind introvertierte Menschen tatsächlich kreativer! Klar gibt es auch kreative Extrovertierte oder unkreative Introvertierte, aber durch die stille Beschäftigung mit uns selbst haben wir oft einen stärkeren Draht zu unserer kreativen Seite. Kein Wunder, dass sich so viele Introvertierte zur Künstlertätigkeit hingezogen fühlen: Sein eigener Boss sein können, nicht ständig mit Menschen interagieren müssen und dabei auch noch in der persönlichen Gedankenwelt versinken dürfen? – wo kann ich unterschreiben?

5. Kooperation

Ja, auch wenn es nicht dem Klischee entspricht, können introvertierte Menschen die besseren Teamplayer sein. 

„Aber ich dachte, Introvertierte arbeiten am liebsten alleine?“

Das stimmt, heißt aber nicht, dass wir gute Teamarbeit nicht auch zu schätzen wissen können. Für uns kann es zwar anstrengender sein, mit anderen zusammenzuarbeiten, aber häufig ist diese Art der Kooperation für alle Beteiligten sehr fruchtbar. Denn während extrovertierte Menschen eher konfliktbereit sind und danach streben sich durchzusetzen, wollen wir eine Kooperation aller Beteiligten erreichen. Introvertierte müssen nicht als Person im Mittelpunkt stehen, solange sie das Gefühl haben, dass ein Ziel sinnvoll verfolgt wird.

Unter anderem deshalb können introvertierte Menschen auch besonders gute Führungskräfte sein. Denn nur weil wir uns nicht immer durchsetzen müssen, heißt das nicht, dass wir es nicht können. 

6. Bei der Sache bleiben

Dadurch, dass wir keinen ständigen äußeren Input brauchen, fällt es uns leichter, uns über einen längeren Zeitraum einer Aufgabe zu widmen. Am liebsten ziehen wir eine Sache durch, sobald wir sie angefangen haben. Dazu brauchen wir aber auch die entsprechende Umgebung und das ist idealerweise eine ohne viel Ablenkung. Introvertierte Menschen sind am produktivsten, wenn sie ihren eigenen kleinen Rückzugsort haben, in dem sie niemand stört. Das mag vor allem in einer Büroumgebung irrtümlich unsozial bei den Kollegen ankommen, doch sei versichert: Dein introvertierter Kollege mag dich auch – oder ganz besonders- wenn er sich mit Small Talk schwer tut.

7. Innehalten

Introvertierte Menschen können die für sie nötige Stimulation zu großen Teilen aus sich selbst ziehen und brauchen deshalb weniger Reizinput von außen. Bei Extrovertierten ist es genau umgekehrt: Bei zu viel Routine und Gleichklang werden sie schnell unterstimuliert und tun sich deshalb schwer, einfach mal Ruhe zu finden und innezuhalten. Auch hier haben wieder beide Ausprägungen ihre Vor- und Nachteile und es gilt, seine eigenen Stärken und Schwächen richtig einzuschätzen. In einer lauten und hektischen Welt wird es uns oft als Schwäche ausgelegt, nicht sofort mitzuziehen. Doch es zahlt sich auch aus, in stressigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren zu können.

8.  Beobachten

Wenn wir uns mit einer ungewohnten Situation konfrontiert sehen, machen wir lieber einen Schritt zurück, statt uns sofort einzumischen. Denn Introvertierte können eins besonders gut: Beobachten. Bevor wir handeln, wollen wir genau wissen, was uns erwartet und deshalb nehmen wir uns unsere Zeit, eine Situation genauer unter die Lupe zu nehmen. Zeitdruck finden Introvertierte anstrengend und vor allem vor einer wichtigen Entscheidung haben wir am liebsten etwas Bedenkzeit. Mit unseren gesammelten Informationen können wir Situationen dann meistens relativ genau einschätzen.

Photo by Jay Mantri on Unsplash

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