Dinge, von denen sich Introvertierte wünschen, dass mehr Leute sie wissen

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Dinge, von denen sich Introvertierte wünschen, dass mehr Leute sie wissen

Die Einsicht, dass nicht jeder gleich tickt, ist der Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis. Für viele Introvertierte ist es schwierig, sich das Gehör zu verschaffen um Andere darauf aufmerksam zu machen, dass nicht für Alle die gleichen Standards gelten. Dinge, die auf eine Person laut und hyperaktiv wirken mögen, sind für eine Andere Spaß pur. Genauso ist andersherum nicht alles, was für eine Art Mensch traurig oder antisozial wirkt, auch tatsächlich etwas negatives.

In einer Welt, die viel von extrovertierten Maßstäben geprägt ist, gehen die Bedürfnisse von Introvertierten oft unter oder werden als seltsam angesehen. Hier sind fünf Dinge, von denen sich Introvertierte wünschen, dass mehr Menschen sie wissen: 

Nicht jeder lädt seine Batterien gleich auf

Für viele ist ein Abend mit Freunden ein guter Ausgleich nach einem anstrengenden Arbeitstag – aber eben nicht für alle. Die meisten Introvertierten wünschen sich nach einem Tag voller Stress nichts anderes als einfach nur allein zu sein. Nichts gegen gute Freunde, aber so schön es ist, Zeit mit geliebten Menschen zu verbringen, so nötig ist für manche Menschen die Erholung danach. 

Introvertiert heißt nicht schüchtern (oder umgekehrt)

„Oh du bist Introvertiert? Aber du kannst doch total gut mit Menschen!“ – So einen ähnlichen Satz hat fast jeder Introvertierte schon einmal zu hören bekommen. Dabei heißt „Introvertiert“ eben nicht „antisozial“ oder „schüchtern“, wie viele erstmal annehmen. Der Unterschied zwischen Intro- und Extroversion ist ein neurobiologischer und hat hauptsächlich etwas mit unterschiedlichen Arten der Informationsverarbeitung und Energiegewinnung zu tun – und eben nicht primär damit, wie sozial kompetent man ist.

Teamwork ist nicht immer besser

Ja, Teamwork kann sehr viel bringen und ist manchmal einfach notwendig, aber es ist nicht für jeden die ideale Lösung. Manche Menschen sind produktiver und leistungsfähiger, wenn sie allein arbeiten können. Zwar sind Introvertierte sehr gut darin, in einem Team zusammen zu arbeiten, doch wenn man ihnen auch die Möglichkeit lässt, sich alleine auf etwas zu konzentrieren, können die Ergebnisse oft erstaunlich sein. 

Allein sein zu wollen, heißt nicht „ich mag dich nicht“

Vor allem in Beziehungen kann es schwierig sein, sich nötigen Freiraum zu schaffen, ohne dem Partner auf die Füße zu treten. Aber nicht nur dort tritt das Problem auf: Wenn Introvertierte allein sein möchten, heißt das nicht automatisch, dass sie die Person, die gerne etwas mit ihnen machen will, nicht leiden können. Allein zu sein gehört einfach dazu und ist für introvertierte Menschen unglaublich wichtig, um Energie zurück zu bekommen. 

Allein sein zu wollen ist nicht traurig 

Extrovertierte haben manchmal das Bedürfnis ihre introvertierten Freunde zu „retten“, wenn sie das Gefühl haben, diese seien zu viel allein. Manchmal ist es durchaus eine gute Idee, Menschen daran zu hindern sich einzuigeln und allen menschlichen Kontakt abzubrechen. Allerdings ist es bei den meisten Introvertierten kein Warnzeichen, wenn sie sich zurückziehen, sondern einfach ein normaler Teil ihres Alltags. Denn allein sein ist nicht das gleiche wie Einsamkeit. 

 

Foto von Daria Obymaha auf Pexels

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